Bettina Albrecht


Eröffnungsrede von Sabine Techel anlässlich der Einzelausstellung in der Galerie Bernau 2008.

[…] In Bettina Albrechts Arbeit erzählen die Farben ihre Geschichte, und zwar, je nachdem, die Geschichte einer Farbe oder die eines Zusammenhangs. Dabei wird Farbe bei Albrecht immer etwas, was nicht eine andere Farbe abbildet, sondern sich selbst formuliert, d.h. im Hegelschen Sinne, der postuliert, dass zum Konkreten der Begriff gehöre, haben wir hier konkrete Farbe.

Etwa eines der Bilder mit unerhörtem Materialeinsatz, ein Bild ohne Titel von 2004, mit 28x27 cm ein relativ kleines Format, erzählt die Geschichte der Farbe Weiß zu ihrem vorläufigen Ende. Was wir vom Weiß wissen und was es selbst wissen kann, ist ausformuliert. Der massive Farbauftrag korrespondiert mit der gewaltigen Stille, die von dem Bild ausgeht. […]